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"Ich und Du" ist eines der wichtigsten Werke des jüdischen
Religionsphilosophen Martin Buber.
Buber
(1878 -1965) war von 1923 -1938 Professor für (jüdische) Religion
und Religionsgeschichte in Frankfurt. Von 1938 - 1951 lehrte er
Soziologie und Philosophie an der hebräischen Universität in
Jerusalem. 1953 erhielt Buber den Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels und 1963 den niederländischen Erasmus-Preis. Nach
ihm wurde der Buber-Rosenzweig-Preis benannt, der jährlich für
Verdienste um die deutsch-jüdische Versöhnung verliehen wird.
In seiner Schrift "Ich und Du" (1923) entwickelte Buber eine
Philosophie, die ausgerichtet ist auf den Unterschied zwischen
direkter, gegenseitiger Beziehung (Ich-Du-Beziehung), in welcher
sich die Personen einander ihren einzigartigen Wert bestätigen
und indirekter, zweckmäßiger Beziehung (Ich-Es-Beziehung), bei
der sich die Personen nicht wirklich anerkennen. Er versucht
in dieser Schrift seine Grundüberzeugung "alles wirkliche Leben
ist Begegnung" philosophisch zu begründen. Nach Bubers Überzeugung
wird der Mensch zu einem Ich erst durch die Beziehung zu einem Du.
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